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Trickfilmworkshop

Fantasie und viele tausend Bilder

Pizza, Pommes, Kuchen und eine Banane – dieses Futter haben Paula, Caroline und Alicia für ihre Raupe gebastelt. Mit Stopp-Motion-Technik entsteht jetzt ein Film, bei dem sich das grüne Tier über einen Baumstamm bewegt und die Leckereien futtert. Viel Fantasie steckt in der Geschichte der hungrigen Raupe, aber auch viel Geduld. Nicht nur das „Zubereiten“ von winzigen Törtchen und Brezeln aus Knete, auch das Filmen verlangt viel Ruhe und Ausdauer. Trickfilmerin Kyne Uhlig zeigt den Mädchen, wie die Kamera bedient wird, hilft die Schärfe einzustellen und erklärt, wie viele Fotos pro Einstellung gemacht werden und wie weit sich die Knetfiguren bewegen dürfen. Beim Trickfilmworkshop des Kölner Imkervereins „Insekten, Bienen und andere Krabbeleien“ in Finkens Garten lernen 10 Kinder in einer Woche einen Film zu machen: Ideenfindung, Malen, Basteln und dann mit der Kamera viele tausend einzelne Bilder schießen, die dann animiert und zu einem Film zusammengesetzt, mit Musik unterlegt und vertont werden. Jeden Tag wächst das Projekt um einige Minuten. Kyne Uhlig ist Imkerin im Kölner Imkerverein von 1882 e. V. und hatte die Idee für diesen Workshop. Zusammen mit Nikolaus Hillebrand führt sie in Köln die Trickfilmwerkstatt „niky-bilder“, die u. a. für die Sendung mit der Maus arbeitet.

Die beiden Trickfilmer haben für die Vertonung die Komponistin und Musikerin Franzis Lang engagiert, die mit den Jungfilmern Musik macht, zum Beispiel mit einem Königingitter und einem Smoker. Auch Trickfilmern Daria Nanmez hilft mit, die Ideen der Kinder umzusetzen. Paul und Ruben richten ihren Insekten eine Wohnhöhle unter der Erde ein. Dort finden sich Bett, Sofa, Fernseher und ein Kleiderschrank mit einem winzigen schwarz-gelben Bienenpulli. Bei der Vertonung hört man sie summen, flattern und schnarchen. Sophie, Daria und Marie hatten die Idee, einen Imkeranzug zum Leben zu erwecken. Der tanzt dann geheimnisvoll und ein bisschen gruselig an unsichtbaren Fäden durch Finkens Garten. Emil ist selbst Imker. Geduldig und wissenschaftlich genau lässt er zusammen mit seiner Schwester Frida Foto für Foto seine Papier-Bienenkönig ihre Eier in die Waben legen. Mittlerweile hat die Raupe die Banane gefressen – allein dieser Snack brauchte 10 Stopps, 50 Bilder und mindestens eine halbe Stunde Arbeit. Wenn alles gut klappt wird sich das satte Krabbeltier in einen schönen Schmetterling verwandeln, der auch schon fertig gebastelt auf seinen Einsatz wartet.

So vielfältig wie die Ideen der Kinder, so abwechslungsreich und spannend wird der Trickfilm, der auch von der HonigConnection bei ihren Besuchen in Schulen gezeigt werden wird. Dabei werden die Ergebnisse des Workshops in Finkens Garten mit dem Film, der bei einem ähnlichen Angebot im Jugendzentrum Weiß entstanden ist zusammengefügt. Möglich gemacht haben diese spannenden Ferienangebote die Stiftung für Umwelt und Entwicklung, das Kolping Bildungswerk, Finkens Garten, der Kölner Imkerverein und die HonigConnection. Das Projekt im Weißer Jugendzentrum fand mit der freundlichen Unterstützung der Weißer Rheinbogenstiftung und der Sparkasse KölnBonn statt, Veranstalter war das Weißer Jugendzentrum.

Kontakt http://niky-bilder.de/

Fotos: Anne Kleiber

Spielerisch lernen


  • Trickfilmdreh

  • Figuren in Position bringen

  • Die richtige Einstellung finden

More than Honey

von Markus Imhoof

Der Dokumentarfilm „More than Honey“ geht dem weltweiten Bienensterben nach.
„More than Honey“ ist ein Dokumentarfilm des Schweizer Regisseurs Markus Imhoof aus dem Jahr 2012 über das weltweite Bienensterben von Kalifornien bis China. Der Dokumentarfilm „More than Honey“ geht dem weltweiten Bienensterben nach. Er legt dar, dass mehr als ein Drittel unserer Nahrungsmittel ohne das Zutun der Bienen, also ohne Bestäubung, nicht gedeihen würde.Mehr lesen