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Projekt VITALBIENE

 

Bienenvölker verfügen über vielfältige Schutzmechanismen, um sich ohne menschliches Zutun gegen Krankheiten und Parasiten zur Wehr zu setzen. Die moderne Imkerei setzt einige dieser Schutzstrategien außer Kraft und ist dadurch zunehmend auf den Einsatz von Medikamenten angewiesen. Eine naturnahe Behandlung setzt hingegen auf eine Stärkung natürlicher Abwehrmechanismen und nutzt dabei ganz gezielt bestimmte biotechnische Eingriffe, um den Krankheits- und Parasitendruck abzusenken.

Je mehr solcher biotechnischen Maßnahmen eingesetzt werden, umso geringer sind die Völkerverluste und die Abhängigkeit von Medikamenten. Die größte Bedeutung kommt dabei einer Brutpause im Sommer, analog dem natürlichen Schwarmverhalten, zu. Inzwischen sind hierzu verschiedene Methoden entwickelt, die je nach Betriebssituation gezielt eingesetzt werden können. Richtig terminiert, können sie sogar zu einer Steigerung der Honigernte führen.

Das Wissen um solche biotechnische Methoden sowie deren korrekte Anwendung und Etablierung in der Praxis sind u.a. Inhalt und Ziele des Projektes VITALBIENE, konzipiert und durchgeführt vom LLH Bieneninstitut Kirchhain in Zusammenarbeit mit dem Kölner Imkerverein und gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (zur Projektbeschreibung).

Unter der Leitung von Thomas Heynemann Küenzi, Fachberater des LLH Bieneninstitut Kirchhain, trafen sich am 02. April rund zwanzig Imker:innen aus der Umgebung am Lehr- und Lernbienenstand des Kölner Imkervereins in Köln-Porz, um an diesem ersten von weiteren geplanten Praxistagen die Grundlagen der biotechnischen Behandlungsmethoden sowie deren praktische Abläufe kennenzulernen.

Fotostrecke des 1. Praxistages VITALBIENE:

Der 2. Praxistag wird wieder unter der Leitung von Thomas Heynemann Küenzi am 02. Juli am Lehr- und Lernbienenstand stattfinden. Eine Teilnahme am Projekt VITALBIENE sowie an den Praxistagen ist jederzeit möglich – Imker:innen aller Alters- und Erfahrungsstufen sowie unterschiedlicher Betriebsweisen sind herzlich willkommen und dazu eingeladen! Nähere Informationen und Auskunft über das Projekt gibt es im Kölner Imkerverein bei Thomas Ladurner (info@bioimkerei-ladurner.de).




Den Bienen zuhören und alt werden

Hörspielbesprechung für den Kölner Imkerverein
Eigentlich wollte Leopold genannt Poldi im Alter einfach nur seinen Bienen zusehen und zuhören. Aber da das Rentensystem zusammengebrochen ist, musste er – wie viele andere, die sich Altsein in Deutschland nicht mehr leisten können - für sich und seine Bienen einen Platz für die restliche Lebenszeit in einer zertifizierten Altersheim-Anlage in Polen buchen. Annegret hat sich für deutlich weniger Einsatz in einer Seniorenresidenz im Südwesten der Volksrepublik China eingekauft…. Das Hörspiel „Lebensabend in Übersee“ von Hermann Bohlen ist eine finstere Dystopie, schlüssig durchdacht und damit umso erschreckender. Die Hauptfigur ist Annegret, die wir u. a. in Telefonaten und Skype-Sitzungen erleben. Ihr Alltag im hintersten China macht so gar keine Lust auf einen Lebensabend in Übersee! Über den Autor Hermann Bohlen, geboren 1963 in Celle, studierte Sinologie in Berlin, Hamburg und Shanghai. Lebt als Autor und Produzent von Hörspielen in Berlin. Ein schönes Hörspiel für…. - Menschen, die eine gut konstruierte Version unserer Zukunft genießen können und den Optimismus besitzen, dass diese so nicht eintritt. - Imker, die an dem Gedankenexperiment tüfteln möchten, wie man ein Bienenvolk heimlich in ein anderes Land übersiedeln kann. Hermann Bohlen: Lebensabend in Übersee. Hier gibt es mehr Informationen: https://hoerspiele.dra.de/vollinfo.php?dukey=4485775&vi=6. Hermann Bohlen: Lebensabend in Übersee (Sha Ji Jing Hou - Ein Huhn schlachten um die Affen einzuschüchtern). Westdeutscher Rundfunk / Hermann Bohlen 2014 (Auftragsproduktion), Erstsendung: 22.11.2014 | 52'59. Technische Realisierung: Jean Szymczak. Regie: Hermann Bohlen, Judith Lorentz Da das Hörspiel nicht mehr in der Mediathek steht können Sie es nur *hier runterladen.   Titelbild: Judith Lorentz, Co-Regisseurin, und Ulrich Pleitgen als Poldi | © WDR/Christoph RichterMehr lesen