Bienensterben?

Nur ein Gerücht oder haben wir bald kein Obst mehr?

Nie zuvor in der Geschichte waren die Schicksale der Honigbienen und der Menschheit so dramatisch miteinander verbunden wie heute. Hat der Mensch den Honig schon mit dem Wert von Gold verglichen, war er nur dem Hochadel vorbehalten. Obwohl schon die alten Ägypter und Griechen um die heilenden Inhaltsstoffe von Bienenprodukten wie Honig, Propolis, etc. wussten, ist dieses Wissen erst in der Neuzeit wieder erwacht. Typische Bienenkrankheiten gab es immer schon, waren natürlich. Sie gefährdeten aber nie den Bestand der Biene generell.  Auch die Natur kann der Biene wie jedem anderen Tier gefährlich werden. Z.B. Wetter, das zu zu wenig Futter in manchen Jahren führen kann. Heute kommen allerdings neue Gefahren auf die Bienen zu. Ende der 1960er Jahre wurde die Varroamilbe aus Asien in Europa eingeschleppt und ist nun flächendeckend anzutreffen. In Asien lebt die Milbe mit der dortigen Bienenrasse in Symbiose. Sie kann sich gegen die Milbe wehren. Die europäische Biene erkennt die Milbe nicht als Parasit und würde binnen weniger Jahre sterben – aussterben. Der Imker weiß sich und der Biene zu helfen. Durch Behandlungen mit z.B. organischen Säuren kann er die Milbe so eindämmern, dass die Biene überlebt. Aber auch andere Einflüsse machen das Leben der Biene schwer. So sind Pestizide (Neonicotinoide), wie sie in der Landwirtschaft üblich sind, schwer in Verdacht Bienen und anderen Insekten das Überleben schwer zu machen. Sie bringen sie nicht direkt um, sondern sorgen dafür auf das Nervensystem so geschädigt wird, dass z.B. der Orientierungssinn der Biene verloren geht. Sie finden schlichtweg nicht mehr nach Hause. Diese Flugbienen bringen eigentlich Nektar als Futter ins Volk, bleiben diese aus verhungert das Volk. Wir Menschen sind in vielen Bereichen dabei zu lernen mit unseren Resourcen verantwortungsvoll umzugehen. Noch ist es nicht zu spät, aber es wird Zeit. Wir Imker haben es längst gemerkt und arbeiten nicht nur mit der Bienen, um sie zu retten, sondern auch mit den Menschen, damit sie schnell begreifen, wie wichtig unsere Biene und unsere gesamte Natur ist.

Bienensterben ist traurige Realität

Früher war dieses Foto kein seltener Anblick. Bienen die sich im Baum niedergelassen haben. Heute wären diese Bienen ganz ohne die Pflege eines Imkers nicht überlebensfähig. Neben der Varroamilbe, gegen die der Imker die Bienen behandelt, machen Pestizide und Wetterkapriolen den Biene das Leben schwer. Die Honigbiene gehört zu den wichtigsten Nutztieren und leistet Herausragendes: Sie bestäubt zahllose Wild- und Kulturpflanzen und liefert mit Honig, Wachs, Propolis und Gelée royale wunderbare Naturprodukte. Wir als Kölner Imkerverein verstehen uns als Botschafter für die Biene. Unsere Aufgabe ist es, die Bienen zu schützen.

Wir Menschen sind in vielen Bereichen dabei zu lernen mit unseren Resourcen verantwortungsvoll umzugehen. Noch ist es nicht zu spät, aber es wird Zeit.