Bienenschwarm gefunden?
Hier findest du Imker, die dir weiterhelfen.
Wenn die Bienen auf Reisen gehen
Im Mai und Juni beginnt für viele Bienenvölker eine ganz besondere Zeit: die Schwarmzeit. Das Bienenvolk teilt sich. Die alte Königin verlässt mit einem Teil der Arbeiterinnen den Bienenstock und macht sich auf die Suche nach einem neuen Zuhause.
Ein neues Bienenvolk entsteht.
Und dieser Aufbruch ist kaum zu übersehen – oder zu überhören.
Plötzlich scheint die Luft voller Bienen zu sein. Tausende Tiere fliegen durcheinander, begleitet von einem kräftigen, allgegenwärtigen Summen. Was im ersten Moment vielleicht ein wenig beunruhigend aussieht, ist tatsächlich eines der faszinierendsten Naturschauspiele, das man unmittelbar vor der eigenen Haustür erleben kann.
Also: nicht erschrecken – sondern erst einmal staunen.
Schwärmende Honigbienen sind in dieser Situation normalerweise sehr friedlich. Sie haben vor allem eines im Sinn: ihrer Königin zu folgen und gemeinsam einen geeigneten Platz für ihr neues Zuhause zu finden. Häufig sammelt sich der Schwarm zunächst als große Bienentraube an einem Ast, einer Hecke, einem Zaun oder an einem Gebäude. Dort legt er eine Zwischenstation ein, während sogenannte Kundschafterinnen nach einer geeigneten Behausung suchen.
Doch genau hier beginnt das Problem: In unserer heutigen Umgebung finden Honigbienenschwärme nur noch selten einen geeigneten Platz, an dem sie dauerhaft überleben können.
Deshalb freuen wir uns über jeden gemeldeten Schwarm.
Wenn du einen Bienenschwarm entdeckst, melde dich bei den Schwarmfängern des Kölner Imkervereins oder bei einer Imkerin oder einem Imker in deiner Nähe. Sie können einschätzen, was zu tun ist, den Schwarm gegebenenfalls einfangen und ihm ein neues Zuhause geben.
Und noch eine wichtige Bitte: Feuerwehr und Polizei müssen wegen eines gewöhnlichen Bienenschwarms nicht alarmiert werden. Sie sind dafür grundsätzlich nicht zuständig. Nur wenn tatsächlich eine unmittelbare Gefahr für Menschen besteht, sind die Einsatzkräfte die richtigen Ansprechpartner.
Bis dahin gilt:
Abstand halten, beobachten und genießen – denn vielleicht erlebt man einen Bienenschwarm nur wenige Male im Leben aus nächster Nähe.





