Aktiv werden für Bienen

Bienenschutz kann direkt vor der eigenen Haustür beginnen.

Du musst keine Imkerin und kein Imker sein, um Honigbienen, Wildbienen und anderen Insekten zu helfen. Oft sind es schon kleine Veränderungen im Garten, auf dem Balkon oder im eigenen Umfeld, die einen Unterschied machen.

Ob Blühpflanzen, offene Bodenstellen, Nisthilfen oder einfach ein bisschen mehr Natur und weniger Ordnung – jede kleine Maßnahme kann helfen.

Wir haben einige Ideen zusammengestellt, die sich alleine, mit der Familie, mit Freunden oder gemeinsam in einer Gruppe umsetzen lassen.

Mach mit – die Bienen können jede helfende Hand gebrauchen.

Nahrung für die Bienen

Ob Balkon, Vorgarten oder große Grünfläche – überall lässt sich ein kleiner Tisch für Bienen decken.

Heimische Wildbienen und Honigbienen freuen sich über nektar- und pollenreiche Blumen, Stauden und Sträucher. Denn nicht alles, was schön blüht, bietet Insekten auch Nahrung.

Besonders wertvoll ist eine abwechslungsreiche Bepflanzung, bei der vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst immer etwas blüht.

So wird aus Balkon und Garten Stück für Stück ein kleines Bienenparadies.

 hier beim NABU.

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Nistplätze für Wildbienen

Wildbienen brauchen nicht nur Nahrung, sondern auch geeignete Plätze für ihren Nachwuchs. Nisthilfen können dabei wertvolle Unterstützung bieten – wenn sie richtig gebaut sind.

Viele dekorative „Insektenhotels“ aus dem Handel sind leider ungeeignet. Entscheidend sind saubere Bohrungen in Hartholz oder geeignete hohle Pflanzenstängel und ein sonniger, trockener Standort.

Wichtig zu wissen: Die meisten Wildbienen nisten im Boden. Offene, möglichst ungestörte Bodenstellen sind deshalb mindestens ebenso wertvoll wie eine Nisthilfe.

Manchmal ist der beste Nistplatz also gar kein Hotel – sondern einfach ein Stück Natur, das bleiben darf.

Damit das Wildbienenhotel auch Gäste bekommt

Wer eine Nisthilfe bauen oder kaufen möchte, sollte vorher ein wenig genauer hinschauen. Umweltverbände wie NABU oder BUND bieten Bauanleitungen und geeignete Bausätze an und zeigen, worauf es ankommt.

Für gebohrte Nistgänge eignet sich trockenes, gut abgelagertes Hartholz. Die Bohrungen müssen sauber und splitterfrei sein. Von Glas- oder Plexiglasröhrchen zur Beobachtung sollte man besser absehen, da sich darin Feuchtigkeit sammeln und die Brut durch Schimmel geschädigt werden kann.

Ebenso wichtig ist der richtige Standort: sonnig, trocken und wettergeschützt. Und natürlich braucht es ausreichend Blüten in der Nähe, denn viele Wildbienen entfernen sich nur wenige Hundert Meter von ihrem Nest.

Auf unnötige Pflanzenschutzmittel sollte im bienenfreundlichen Garten möglichst verzichtet werden. Schließlich wäre es schade, den eingeladenen Gästen gleichzeitig das Leben schwer zu machen.

Denn ein gutes Wildbienenhotel braucht vor allem drei Dinge: die richtige Wohnung, einen guten Standort – und ein reichhaltiges Blütenangebot vor der Haustür.

Weitere Informationen und Anregungen bieten beispielsweise NABU, BUND, BeeFly und Aktion Grün.

Bei Bee fly (öffnet in neuem Fenster) und Aktion Grün findest Du mehr über Insektenhotels.

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Eine heimische Blumenwiese anlegen

Weniger mähen und dafür mehr Blüten, Schmetterlinge und Wildbienen im Garten? Eine Blumenwiese macht es möglich.

Doch aus einem Rasen wird nicht über Nacht eine artenreiche Wiese. Es braucht etwas Geduld und vor allem die richtige Auswahl heimischer Pflanzen. Zunächst sollte man überlegen, wie die Fläche später genutzt werden soll: Eine echte Blumenwiese bietet besonders viel Lebensraum, verträgt aber wenig Tritt. Soll weiterhin gespielt und gelaufen werden, ist ein robuster Blumen- oder Kräuterrasen oft die bessere Wahl.

Besonders schön sind kleine gemähte Wege durch die Wiese. So lassen sich Blüten, Gräser und ihre tierischen Besucher aus nächster Nähe entdecken.

Und noch ein Vorteil: Eine eingewachsene Blumenwiese braucht meist weniger Pflege als ein klassischer Rasen – dafür bietet sie deutlich mehr Leben.

Weniger Rasenmäher, mehr Natur – und schon entsteht vor der eigenen Haustür ein kleines Stück Lebensraum.

Weitere Informationen zur Anlage einer bienenfreundlichen Blumenwiese findest du beispielsweise bei Blühende Heimat.

Die wilden Imker

Wir sind eine kleine Gruppe innerhalb des Kölner Imkervereins, die sich mit dem Schutz der Wildbienen befasst. Neben Fortbildungen und Vorträgen realisieren wir auch Projekte wie den Bau von “Wildbienenlehrpfaden” oder das Anlegen von Blühweiden. Wenn Du Interesse hast, bei uns aktiv zu werden, dann melde Dich gerne!

Wilder (Imker) werden!

Mit Spaß an der Sache für den Artenschutz aktiv werden ist ganz einfach, wie die Impressionen zeigen. Diese Aktionen eigen sich auch hervorragend als Incentive für Unternehmen. Wir stehen dabei natürlich mit Rat und Tat zur Seite.

Interesse?

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