Hornisse

Europäische Hornisse (Vespa crabro)

Die Hornisse ist die Größte der Wespen. Sie ist sehr wichtig für die Schädlingsbekämpfung. Aggressiv wird das friedliche Insekt nur bei Bedrohung, z.B. durch hektisches Schlagen mit der Hand. An der Kuchentafel sieht man sie nur selten. Sie ist in Deutschland seit 1.1.1987 als besonders geschützte Tierart in die Anlage der BundesartenschutzVO aufgenommen worden.

In der Zeit zwischen Mitte August und Mitte September erreicht das Hornissenvolk seinen Entwicklungshöhepunkt. Es kann dann 400 bis 700 Tiere zählen. Die Königin ist in der Lage, ganz gezielt Eier zu entwickeln, aus denen nur noch Drohnen und die Jungköniginnen schlüpfen.

Asiatische Hornisse (Vespa velutina)

Seit einiger Zeit gibt es auch in Deutschland immer mehr Funde der invasiven Hornissenart Vespa velutina, die Asiatische Hornisse. Diese ist nicht geschützt, sondern soll zurückgedrängt werden, da sie sich schnell ausbreitet und zur Gefahr für unsere heimischen Insekten wird.

Die Vespa Velutina ist 1,7-3 cm groß, überwiegend schwarz, hat GELBE Beine, einen schwarzen Hinterleib mit gelber Binde und einem orangefarbenen Ende. Ihre Nester finden sich freihängend in Höhen von 10m, bevorzugt in Baumkronen von Laubbäumen. Die Nester sind unten geschlossen (die Nester der heimischen Hornisse sind unten weit offen).

Falls ihr eine Vespa velutina oder ein Nest sichtet, meldet dies bitte umgehend dem Kölner Imkerverein!

Unterscheide die europäische von der asiatischen Hornisse

Die asiatische Hornisse ist meldepflichtig und wird vom Veterinäramt bekämpft. Sobald ihr sie seht macht bitte eine Meldung.

Die markanten Merkmale und die Meldeadresse seht ihr in dem Bestimmungs-PDF auf der linken Seite.

Aussehen

Der Hinterleib einer Hornisse ist leuchtend gelb-schwarz, der Kopf und das  Bruststück sind braun-schwarz gefärbt. Die Größe der Königin beträgt ca. 25 – 30 mm, die Größe der Arbeiterinnen ca. 18 – 25 mm, die Drohnen sind ca. 21 – 28 mm lang. Im Mai bis September bilden Hornissen Staaten von 100 – 700 Tieren. Die Nester der Hornissen können von ockerfarben bis braun aussehen. Sie haben einen Durchmesser von ca. 30 cm und eine Länge von ca. 60 cm. Hornissen besitzen einen Stachel, im Gegenteil zur Biene weist dieser keine Widerhaken auf. Das Fehlen der Widerhaken ermöglicht den Hornissen eine dosierte Giftabgabe.

Umgang mit Hornissen

Wie verhalte ich mich bei einer Begegnung mit einer Hornisse? Kommt Dir eine Hornisse zu nah, bleibe bitte ruhig und schlage nicht um dich. Bring dies auch Kindern frühzeitig bei. Suche dunkle Räume auf (z.B. von der Terrasse ins Wohnzimmer gehen und Tür schließen).  Süße Lebensmittel deckt man am besten ab und schaut immer vorher ins Trinkgefäß, damit ein versehentliches Verschlucken des Insekts verhindert wird. Kindern nach dem Naschen von Süßem immer die Hände und Mundbereich säubern.

Wie gehe ich mit Hornissennestern um?

Hornissen genießen durch die Bundesartenschutzverordnung besonderen Schutz. Werden Nester ohne Genehmigung zerstört oder umgesiedelt, kann es zu hohen Geldbußen kommen. Ist die Umsiedlung eines Hornissennestes notwendig und nur eine Zerstörung sinnvoll, beantragen Sie dies bitte bei Ihrer Stadt oder Gemeinde. Auf jeden Fall sollten Sie einen Experten zu Hilfe bitten. Die Hornissen tragen zur Schädlingsbekämpfung (Mücken, Fliegen, Raupen, „Forstschädlinge“ etc.) bei.

Quelle: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/wespen-und-hornissen/00492.html

Wie erkenne ich ein Hornissennest?

Da natürliche Baumhöhlen selten geworden sind, sucht sich die Hornisse häufig eine Ersatzhöhle im menschlichen Siedlungsbereich. Solche gern aufgesuchten Nistplätze sind alte Schuppen, Holzverschalungen an Terrassen und Balkonen, Winterverkleidungen am Dach, aber auch Rollladenkästen und Nischen in Dachböden. Hier heftet sie zunächst einen kleinen Stiel aus selbstgefertigtem Baumaterial an die Decke der Nisthöhle und formt anschließend an dessen Ende die ersten sechseckigen Wabenzellen aus. An die ersten Zellen baut sie bis zu 40 oder 50 weitere an, bald werden alle mit einem Ei belegt sein. Nach fünf bis acht Tagen entsteht daraus jeweils eine kleine Larve. Diese entwickelt sich über ein Puppenstadium zu einer Hornisse.

Hornissen machen keine unmittelbaren Bauschäden durch Benagen, wie das zum Beispiel Wespen tun können. Allerdings koten sie unterhalb des Nestes flüssig ab, dies kann Schäden am Bauwerk, wie Verfärbung oder Gerüche verursachen. Sofern möglich, bietet sich das Unterstellen eines Eimers oder Wanne mit Katzenstreu an – zumindest sollte man unter dem Nest Befindliches entfernen oder abdecken.

Die Insekten im direkten Vergleich

Die Biene

Sie fliegt hauptsächlich Blüten an, um Nektar und Pollen zu sammeln. Das macht die Biene zum weltweit wichtigsten Bestäubungsinsekt. Sie erntet aber auch bei Blattläusen Honigtau und nimmt Baumharze auf. An der Kaffeetafel sieht man sie nur sehr selten.

Die Hummel

Auf den Betrachter wirken die Hummelarten eher „plump“ und behäbig. Sie fliegen langsam und gemütlich von Blüte zu Blüte und sind sehr wichtig für die Bestäubung von Pflanzen. Die Hummel ist ein sehr friedliches Tier und flieht eher, als dass sie sticht. An der Kuchentafel ist sie nicht anzutreffen.

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Die Wespe

Durch die nervöse Flugart der  Gemeinen Wespe u. Deutschen Wespe erscheinen diese dem Laien angriffslustig.  Sie sind leider häufig in Bäckereien, an der Kuchentafel oder beim Grillen anzutreffen. Aggressiv werden sie nur bei Bedrohung.

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Die Hornisse

Die Hornisse ist die größte aller Wespen. Sie ist sehr wichtig für die Schädlingsbekämpfung.  Aggressiv wird das friedliche Insekt nur bei Bedrohung, z.B. durch hektisches Schlagen mit der Hand. An der Kuchentafel sieht man sie nur selten.

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